Wegweisende Vorträge zur Patientensicherheit
Es war die 1. Veranstaltung dieser Art, aber es wird sicher nicht die letzte sein, kündigte Prof. Dr. Klaus Markstaller schon im Vorfeld der Safety Night an. Verteilt über das ganze Jahr werde das Universitätsklinikum Augsburg (UKA) immer wieder über das wichtige Thema Patientensicherheit informieren, sagte der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor des UKA am Rande der 1. Safety Night. Rund 100 Besucherinnen und Besucher hatten sich im Großen Hörsaal eingefunden, um sich die Vorträge der vier Rednerinnen und Redner anzuhören.

Augsburg | Es war die 1. Veranstaltung dieser Art, aber es wird sicher nicht die letzte sein, kündigte Prof. Dr. Klaus Markstaller schon im Vorfeld der Safety Night an. Verteilt über das ganze Jahr werde das Universitätsklinikum Augsburg (UKA) immer wieder über das wichtige Thema Patientensicherheit informieren, sagte der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor des UKA am Rande der 1. Safety Night. Rund 100 Besucherinnen und Besucher hatten sich im Großen Hörsaal eingefunden, um sich die Vorträge der vier Rednerinnen und Redner anzuhören. Deren Kernbotschaften waren:
Prof. Dr. Philip Raake, Direktor der I. Medizinischen Klinik (Kardiologie):
„Moderne Herzmedizin bietet zahlreiche Möglichkeiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und individuell zu behandeln. Um unseren Patientinnen und Patienten kardiologische Spitzenmedizin anbieten zu können, nutzen wir insbesondere innovative Verfahren, interdisziplinäre Zusammenarbeit und strukturierte Abläufe und tragen so zur Patientensicherheit bei.“
Prof. Dr. Christian Keßler, Leiter der Hochschulambulanz für Umweltmedizin, Naturheilkunde und Integrative Gesundheit:
Naturheilverfahren kämpfen – anders als in Indien oder China – in der westlichen Medizin immer noch um Anerkennung und Gleichberechtigung. Aber ob Heilpflanzen, Fasten, Yoga oder Akupunktur: Naturheilverfahren erfreuen sich großer Beliebtheit bei immer mehr Menschen. Fachkundig angewendet, sind sie meist sehr sicher. Elementar ist, dass man seriöse Angebote erkennt. Dann schließen sich Naturheilkunde und wissenschaftliche Sorgfalt auch nicht aus, im Gegenteil.“
Prof. Dr. Birgit Prodinger, Direktorin des Instituts für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung:
„Eine Klinik soll, ja muss ein sicherer Ort sein. In dem Zusammenhang stellt die Behandlung von Menschen mit Behinderung immer eine besondere Herausforderung dar. Die behandelnde Ärztin, der behandelnde Arzt muss dafür sorgen, dass Informationen verständlich sind, Symptome erkannt und Untersuchungen an die Bedarfe von Menschen mit Behinderungen angepasst werden, um die Versorgung sicherer und bedarfsgerechter für alle gestalten zu können.“
Prof. Dr. Bruno Märkl, Leiter des Instituts für Pathologie und molekulare Diagnostik:
„Vermutlich denken nur die wenigsten Menschen bei Pathologie und Patientensicherheit an einen Zusammenhang. Aber: Eine sichere medizinische Versorgung beginnt mit einer verlässlichen Diagnose. Die moderne Pathologie spielt bei Diagnostik und Therapie und damit auch bei der Sicherheit von Patientinnen und Patienten eine entscheidende Rolle.“
Bei kostenlosen Snacks und Getränken nutzten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum Austausch mit den Expertinnen und Experten. Große Aufmerksamkeit fand zudem die begleitende Ausstellung der Stabsstelle Hygiene und Umweltmedizin, des Beschwerdemanagements sowie der Diabetesberatung für Kinder.
Die gelungene Premiere zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Patientensicherheit gedacht werden kann – von modernster Diagnostik und Therapie über barrierefreie Versorgung bis hin zu Prävention und Gesundheitskompetenz. Mit dem großen Interesse des Publikums und den zahlreichen Gesprächen im Anschluss setzte die Safety Night ein starkes Zeichen für den offenen Dialog zwischen Medizin, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Informationen zu weiteren Vorträgen und Veranstaltungsangeboten rund um das Thema Patientensicherheit geben wir in den kommenden Monaten bekannt.
© Universitätsklinikum Augsburg