Gesund Leben:
Cool bleiben bei 37 Grad - So trotzt Ihr Kreislauf der Sommerhitze
Die Sommer werden wärmer, die Temperaturen in Europa erreichen immer höhere Rekordwerte. Selbst Sonnenanbeter kommen durch solche Hitzewellen an ihre Grenzen: Denn unsere Körper sind darauf einfach nicht eingestellt. Und so haben nicht nur Menschen mit Vorerkrankungen, Ältere, Schwangere oder Kinder mit Kopfschmerzen, Schwindel oder Schwäche zu kämpfen. Viele klagen an besonders heißen Tagen über Kreislaufprobleme.
Das hat einen biologischen Hintergrund: Unser hauseigenes „Kühlsystem“ sorgt dafür, dass die Körpertemperatur konstant bei etwa 37 Grad Celsius liegt. Dann funktioniert der Körper optimal. Wird es draußen zu heiß, weiten sich die Blutgefäße, um den Körper zu kühlen – der Blutdruck sinkt, der Kreislauf stottert.
Um das zu vermeiden, sollte man nicht nur an den „Hundstagen“ bestimmte Faustregeln beachten. Man kann sich auch vorbeugend auf die heißer werdenden Tage einstellen. Wer sich regelmäßig bewegt, beispielsweise beim Radeln oder Schwimmen, stärkt sein Kreislaufsystem. Saunabäder in der Winterzeit, regelmäßige Bürstenmassagen oder Wechselduschen während des ganzen Jahres sind ebenso gut für das Herz-Kreislauf-System. Und der Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholgenuss ist immer zu empfehlen.
An den heißen Tagen selbst sollte man sich einige Verhaltensregeln zu Herzen nehmen, um den Kreislauf zu schonen: Wer kann, sollte anstrengende körperliche Arbeiten möglichst in die frühen Morgenstunden legen. Auch für Sport oder Gartenarbeit ist es dann, wenn der Tag noch frisch ist, angenehmer. Mittags sollte man den Aufenthalt im Freien vermeiden und wenn, dann möglichst gut behütet außer Haus gehen. Leichte Kleidung, eine kühle Wohnung und der Aufenthalt an schönen Schattenplätzen tun ihr übriges.
Ganz wichtig ist es jedoch, ausreichend zu trinken. Experten schätzen, dass man bis zu fünf Liter Wasser an besonders heißen Tagen verliert. Statt der ansonsten üblichen Menge von 1,5 Litern sollte man durchaus die doppelte Ration zu sich nehmen. Als gesunde Durstlöscher eignen sich ungesüßte Tees, Saftschorle und Wasser. Wem irgendwann das Wasser bis zum Hals steht: Es lässt sich mit Zitrone, Minze oder Früchten aufpeppen.
Auch wenn sie verlockend wirken: Eiskalte Getränke sollte man vermeiden, sie bringen den Körper nur erneut auf Hochtouren und ins Schwitzen. Und ein Eiskaffee zwischendurch ist zwar lecker, hilft aber nur kurz bei zu niedrigem Kreislauf. Nicht von ungefähr greifen die an die Hitze gewöhnten Wüstenvölker zu lauwarmem Tee …